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Content Curation als Content Marketing

Dan 0

Unter Content Curation versteht man allgemein das Sammeln, aufbereiten und teilen von fremden Inhalten. Übersetzt man den Begriff landet man bei der allgemeinen Begrifflichkeit „Kuration von Inhalten“. Das ganze sagt jetzt noch nicht so viel aus. Dabei ist der Begriff „Inhalt“ sehr weitläufig und umfasst sowohl Blogartikel, Posts bei Twitter & Facebook, Videos und vieles mehr. Vielmehr geht es aber darum sich selbst ein wenig als Museums- oder Ausstellungskurator zu sehen.

Bei der Umsetzung nutzt man seinen eigenen Medienkanal im Social Web um interessante Inhalte mit seinen Nutzern zu teilen. Allerdings nutzt man in diesem Fall nicht die eigenen Inhalte, sondern Fremdinhalte die man für besonders teilenswert hält. Die Besonderheit bei Content Curation ist allerdings nicht das einfache teilen, retweeten, rebloggen oder verlinken von Content. Vielmehr gibt man dem Thema noch eine persönliche Einschätzung, eine kurze Zusammenfassung, einen Hinweis oder eine fachlich kompetente Einordnung mit und teilt sie dann mit seinen Nutzern. Aber wie soll man nun genau vorgehen bei der Content Curation?

Ausrichtung und Themen definieren

Am wichtigsten ist das gezielte aufbereiten von Themen. Man sollte hierbei wie folgt vorgehen und darauf achten, dass man sich nicht einfach jeden vermeintlich interessanten Artikel oder Link teilt. Man sollte versuchen Inhalte „aufzustöbern“ bzw. zu kuratieren die dem Nutzer vielleicht verborgen geblieben wären. Dabei sollte man sich auf den eigenen Themenbereich konzentrieren, da man bereits die Zielgruppe hat und die neuen Inhalte einen großen Mehrwert bieten können.

Die fünf Varianten

Man kann Content Curation mit unterschiedlichen Strategien für sein Unternehmen anwenden. Man sollte dabei überlegen welche Herangehensweise man zum kuratieren der Inhalte nutzen möchte.

Elevation

Zu einem betimmten Thema sammelt man kontinuierlich Beiträge, um auf einen eventuellen und neueren Trend aufmerksam zu machen. So können zum Beispiel verschiedene Linktipps in Artikeln dazu dienen.

Chronology

Dokumentation der Entwicklung eines Themenbereichs im zeitlichen Verlauf.

Aggregation

Die häufigste Variante der Content Curation ist das bündeln von Inhalten z.B. zu einem einzigen Artikel.

MashUps

Unterschiedliche Inhalte eines Themas vermischen, somit kann man eine neue Perspektive auf das Gebiet erlangen.

Destillation

Man bündelt das wichtigste aus verschiedenen Artikeln zu einem bestimmten Thema und fasst sie zusammen. Man filtert alle wichtigen Informationen und katalogisiert diese unter einer Definition.

Herausforderungen

Generell nimmt die Kuration von Inhalten immer Zeit in Anspruch, dieser Faktor wird oft unterschätzt! Wenn man aber die gesteckten Ziele erreichen will, wird dieser Aufwand nötig und lohnt sich am Ende. Diese freie Zeit zu haben bzw. zu schaffen ist die größte Herausforderung. Aber man braucht Sie auch um Quellen zu durchforsten, weiterführende Informationen zu sammeln oder Beiträge zu studieren. Vor allem sollte man keine Angst davor haben andere Autoren oder Unternehmen mit den eigenen Nutzern zu teilen. Das ist sowieso unabdingbar, da die Quellenangabe vollständig sein muss, egal wie groß der Anteil am Artikel ist.

Mehrwert von Content Curation

Expertise

Indem man Inhalte kuratiert schafft man nicht nur für Kunden einen Mehrwert, sondern auch für sich selbst. Durch das empfehlen von relevanten Inhalten kann man seine Expertenmeinung stärken und festigen. Durch gezielte und fachliche Kommentierung, inhaltliche Einordnung und einrücken in neue Perspektiven zeigt man Kompetenz.

Kundenbindung

Durch die Expertise die nach außen vermittelt wird, erreichen Sie außerdem das vertrauen der Kunden und erreichen damit eine höhere Kundenbindung. So erspart man dem Leser/Kunden eine Menge Zeit und erleichtert ihm so das konsumieren von fachlich passenden Inhalten.

Positive Signale

Die ganze Arbeit und Zeit die man in Content Curation steckt lohnt sich vor allem durch die positiven Usersignale. Die Attraktivität des Angebots bewirkt: Die Leute bleiben länger auf Ihrer Seite und teilen vermehrt Inhalte da Sie diese gut finden. Auch entstehen oftmals spannende Diskussionen in den eigenen Artikeln, die Ihnen beim weiterentwickeln des Inhalts helfen. Dadurch erntet man selbst Links, Kommentare, positive Bewertungen, Likes und Retweets. Die Nutzer wertschätzen die Arbeit und werden das entsprechend zeigen.

Tools als Unterstützung

Feedly

Mit dem RSS Feedreader Feedly ist eine Aggregation von Inhalten relativ einfach. Indem man dort die Blogs und Magazine per RSS einsortiert, kann man die Themenbereiche schon sehr genau selektieren und unterscheiden. So kann man nicht nur am PC die Feeds verfolgen, sondern auch auf dem Smartphone wenn man unterwegs ist. So lässt sich die Zeit effektiv nutzen, auch wenn man unterwegs ist. Auch scheiden irrelevante Inhalte direkt aus und man kann diese direkt aussortieren.

KWFinder

Mittels KWFinder kann man recht schnell ermitteln wie umkämpft ein Keyword ist. Nicht nur das Suchvolumen bekommt man angezeigt, auch wie stark der Wettbewerb auf dieser Kombination ist. So lassen sich auch Nischen identifizieren und nutzen für die eigene Entwicklung. Das hilft meist schon dabei ob ein Thema interessant sein könnte für Content Curation. Wenn man dort seine Position festigen kann, hat man wieder den erwähnten Mehrwert.

BuzzSumo

Über BuzzSumo kann man andere Artikel ausfindig machen, die zum Keyword passen. Es werden einem die Top Artikel zum Thema angezeigt, daran lässt sich die Messlatte für den eigenen Content ansetzen. Das hilft beim weiterentwickeln der Inhalte.

Trello

Mit Trello lässt sich dann nach dem aggregieren von Content Ordnung in den selbigen bringen. Man kann in Trello verschiedene Boards anlegen und diese mit so genannten Karten versehen. Diese lassen sich entsprechend verschieben, anderen Personen zuordnen, Deadlines festlegen und vieles mehr. Hier noch ein kleines Video wie man Trello für Content Curation nutzen kann. (Video in English)

Buffer

Durch das Social-Sharing-Tool Buffer wird es einfacher Beiträge für Twitter, Facebook und co vorauszuplanen. Das Tool ermöglicht das Ausspielen auf verschiedenen Kanälen zur gleichen Zeit oder sogar zu unterschiedlichen Zeiten. Der Vorteil: Man hat den Überblick über alle seine Social Kanäle in einer Anwendung. Zudem verfügt das Tool über eine Analyse- und eine Kalenderfunktion. So lässt sich direkt einsehen wie der entsprechende Post läuft und ob vielleicht eine andere Zeit effektiver gewesen wäre. Mit Buffer spart man sich in jedem Fall Zeit und nerven 😉

Rechtlicher Hinweis

Generell sollte man immer beachten, dass bei Angaben von Quellen und Zitaten durchaus das Thema Urheberrecht zum Tragen kommen kann. Hierbei geht es vor allem darum, nicht einfach Inhalte zu kopieren oder sehr lange Zitate zu verwenden. Das wäre unzulässig. Richtige Content Curation ist kein Problem wenn man lediglich Links und maximal kurze Zitate, neben den eigenen Kommentaren in seine Posts einbindet. Natürlich sollte die Originalquelle mit Urheberkennzeichnung immer genannt und gekennzeichnet werden.

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